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Kartoffeln al dente von Angelo Colagrossi

Ich hoffe, es macht euch nichts aus, dass heutiger Eintrag auf Deutsch geschrieben wird. Der Eintrag wird von einem Buch erzählen, in dem ein Italiener nach Deutschland kommt und ich habe mir gedacht, dazu noch eine Sprache hineinzumischen wäre ein bisschen zu viel (oder „too much“, wie der moderne Deutsche sagen würde).

Das Buch heißt „Kartoffeln al dente“, wurde geschrieben von Angelo Colagrossi und erzählt die Geschichte von Andrea, einem jungen Sizilianer, der in die Heimatstadt seiner Oma kommt. Habt ihr eine Frau erwartet, als ihr den Namen Andrea gelesen habt? So geht es auch vielen Deutschen in dem Buch, was zu unzähligen Missverständnissen und am Ende dazu führt, dass der arme Andrea sich in Deutschland zeitweilig in Andreas umtauft (sogar Words Rechtschreibung schlägt mir vor, ich solle doch „der arme“ in „die arme“ ändern!).

So landet Andrea(s) in Krefeld, nicht gerade DER Touristenattraktion Deutschlands, bei der Gastfamilie Heilmann, die zu seiner Verzweiflung abends fast ausschließlich Brot mit Aufschnitt und unabdingbaren Gürkchen zu verzehren pflegt. Was für ein Alptraum für seinen italienischen Magen, der anderes gewohnt ist, besonders weil der Magen einem angehenden Koch gehört, der nicht nur einen Deutschkurs an der VHS absolvieren, sondern auch an dem TV-Wettbewerb mit dem allessagenden Titel „DSD5SK“ (Deutschland sucht den 5-Sterne-Koch) teilnehmen will.

Das Buch erzählt mit viel Humor von Andreas Abenteuern in der Schule und im Fernsehstudio und seinen Begegnungen mit den Deutschen aber auch anderen Ausländern, die, wie er, die deutsche Sprache meistern wollen. Es liest sich angenehm, die Geschichten sind kurzweilig, unterhaltsam und leicht. Es fehlt vielleicht ein bisschen mehr Einblick hinter die Fassaden der einzelnen Personen, vieles basiert nur auf gängigen Stereotypen, was aber eher charakteristisch für solche Art leichter Lektüre ist. Und am Ende muss man ja zugeben, dass man sogar die Heilmanns mit all ihren Macken ein bisschen liebgewonnen hat.

Asides

  • Those of you who speak or are learning German may be familiar with the word satt as in 'Ich bin satt', meaning "I'm full as a bull/stuffed/about to pop". A word you may not be familiar with is sitt, which is satt's liquid equivalent, meaning one's thirst has been quenched. Makes sense to me! Hungrig - satt, durstig - sitt. Are you reading this, English language? los geht's!
  • Ever felt like the deliciousness of something could not be described by the word 'lecker'? Well, now there's an alternative from downunder which will really get the message across: "that was bloody lecker!" (and no, it doesn't mean covered in blood.) NB: Please do not take the offence. I only make the Spaß! los geht's!

Welcome to Miss-Verständnis

Miss Verständnis is all about the fun and often completely nicht zu verstehenden misunderstandings caused by the German language.

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